Es war mal wieder wie immer. Ein großer Hype, riesige Empörung Löschaufrufe und das Ergebnis … nichts. „Der Facebook-Datenskandal“ 2018.

Besonders spannend war für mich zu beobachten, wie die öffentliche Meinung zwar durch die Medien beeinflusst werden kann, sich letztendlich aber doch nichts ändert. Von Tageszeitung über Online-Medien bis hin zum TV. Überall lief das Thema hoch und runter. Oft waren die Beiträge gefühlt nur sehr oberflächlich recherchiert und suggerierten allein schon durch ihre Einleitung, dass man nun endlich sein Facebook-Konto löschen müsste. Dabei ist Facebooks Verfehlung in dem ganzen Prozess gar nicht mal „allzu groß“.

Die Schuldigen des Skandals

Durch so „intelligente“ Facebook-Apps wie „Welcher Disney-/Superheld-Charakter bist du?“ und „Welches ist dein engster Facebook-Freund?“ hat Cambridge Analytica (das ist der eigentliche „Böse“) die Daten der teilnehmenden „Spieler“ gesammelt; und das vollkommen legitim. Das Vergehen bestand nun darin, dass nicht nur die Daten der Spieler, sondern auch die Daten deren Facebook-Freunde gespeichert und sogar weitergegeben wurden (Pfui!). Facebook ist nun vorzuwerfen, dass sie von der Weitergabe hätten wissen und diese hätten unterbinden müssen. Sie haben aber nichts unterbunden bzw. haben nichts davon gewusst.

Zurück zum eigentlichen Thema, trotz des großen Rundumschlages in allen Medien ist nachhaltig nicht wirklich was passiert. Oder hast du dich von Facebook abgemeldet? Wahrscheinlich nicht – und das ist völlig richtig.

Fehlende Digital-Kompetenz

Bestimmt gibt es noch Menschen, die ihre Informationen (Daten) überall freiwillig ins Netz stellen und sich dann aber wundern, dass die Daten gespeichert und ausgewertet werden. Das ist aber genau die Fraktion, die zur kommenden DSGVO am 25. Mai auch das Bild einer Linsensuppe mit ihrem Facebook-Profil teilen, um den Datenschutzbedingungen zu widersprechen. Übrigens, auch den WhatsApp-Kontakt Peter Müller, der Telefone hackt, gibt es nicht wirklich. Beide Fälle sind übrigens wieder ein Argument dafür, dass mehr digitale Kompetenz in der Gesellschaft benötigt wird; und damit kann nicht früh genug angefangen werden …

Fazit zum Facebook-Datenskandal

Lasst uns als Ergebnis doch einfach mitnehmen, dass wenn wir uns in einem neuen Kanal anmelden (z. B. Facebook, Instagram, WhatsApp bzw. Musical.ly, Jodel, XING), dass wir einfach einen kurzen Blick in die Einstellungen werfen und auf den Punkt Datenschutz/Sicherheit klicken. Das sollte machbar sein. Hätte das jeder der Facebook-App-Spieler gemacht, wären die Daten der Facebook-Freunde nämlich nie gespeichert worden sondern nur die eigenen. Also los: Einstellungen -> Datenschutz und dann überprüfen, ob alles so hinterlegt ist, wie man es gerne hätte.


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